Walking Large

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In der Natürlichkeit, in der Dimension dieser persönlichen Schicksale [der Figuren] steckt der politische Sprengstoff.

Toks Körner

 

Screenshot (19)

Trailer: https://vimeo.com/258587238

Kostüm

Video

Dramaturgische Beratung

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Ich will, dass die von der anderen Seite die Wahrheit erfahren, denn mir werden sie

nicht glauben.

 

Tomo wartet auf den Haftrichter. Marc sucht die richtige Krawatte für seine Antrittsvorlesung. Zwei Brüder. Damals, als er noch nicht schwimmen konnte, versuchte Tomo das Meer rappend zu besänftigen; sein Bruder Marc nahm sich vor, ein einwandfreies Leben zu führen: Familie, Karriere, Krawatte. Zwei Wege, das Leben zu meistern. Oder auch nicht. Die gesellschaftlichen Normen erfüllen zu wollen, kann so absurd sein wie der Versuch, das Meer zu bezirzen.

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Jetzt sitzt Tomo im Gefängnis. Statt der Hilfe kommt der Zweifel. Statt der Anklage die öffentliche Vorverurteilung in den Schlagzeilen. Statt des Vaters der Bruder. Und statt des unabhängigen Haftrichters kommt Steven.

 

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Die Vergangenheit staut sich in der Zelle, Schichten des Verdrängten verdicken die Wände.

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Und während der Bewegungsraum kleiner wird, drückt die Schuld, drängen die Fragen nach dem eigenen Verschulden und dem der Gesellschaft: Denn welche Rollen bietet die Gesellschaft? Welche Beziehungen sind damit möglich? Welche Selbstbilder?

 

 

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Walking Large zeigt drei Männer, den Zweifel und ihr gesellschaftliches Umfeld. Walking Large ist ein Beziehungsdrama. Und ein Gesellschaftsporträt. Dieses Stück, mit dem der Schauspieler und Drehbuchautor Toks Körner sein Debut als Theaterautor gibt, entstand im Auftrag des Ballhaus Naunynstraße. Es ist eine überfällige, zeitgenössische, selbstbestimmte Repräsentation Schwarzer Männer auf einer deutschen Bühne. Das Theater wird hier, mit der Produktion Walking Large, zum Ort für die Sichtbarkeit Schwarzer Geschichten, ihrer Repräsentation, und zu einem Raum der Resonanz für Schwarze Positionen.

 

Eine Produktion von Kulturprünge im Ballhaus Naunynstraße gemeinnützige GmbH. Erstproduktion im Rahmen des Festivals Republik Repair, gefördert aus Mitteln des Landes Berlin, Senatsverwaltung für Kultur und Europa und aus Mitteln der Bundeszentrale für politische Bildung.
Uraufführung 23. September 2017
Bilder © Ute Langkafel MAIFOTO und ©Wagner Carvalho

 

Small Town Boy von Falk Richter

 

 

You leave in the morning with everything you own…Run away, turn away, run away, turn away, run away.

So besangen Bronski Beat die Flucht eines Jungen aus einer engen Welt von versagter Anerkennung und Unterdrückung in die ferne große, freie Stadt: London, New York, Berlin…

Gefangen in der engen Welt der Provinz flüchtet sich ein junger Mann in die ferne freie Großstadt. Was schon in den 80ern besungen wurde, erzählt Falk Richter in seinem Stück weiter. Wie geht es den jungen Männern und Frauen von damals heute, die sich in den Metropolen neu erfunden haben, ihre Sexualität leben und ganz neue Formen von Lebenspartnerschaften eingehen, die traditionelle Rollen und Bilder verweigern und in Fragestellen, ihre Zugehörigkeiten neu aushandeln, Partnerschaft und Familie neu definieren, all das ausprobieren, was ihnen die Familie Zuhause verweigert hat, zu leben? Kann man anders Mann sein? Anders Frau? Kann man aufhören Sohn oder Tochter zu sein? Kann man Herrschaft verweigern und anders lieben und leben? Die Liebe und wie sie gelebt werden soll, scheint weiterhin das diskursive Schlachtfeld der Stunde zu sein, auf dem viele gegenwärtige Konflikte um geschlechtliche, sexuelle und kulturelle Identitäten in unserem alltäglichen Leben ausgetragen werden. Was kann und soll ein “Mann”, eine “Frau” heute sein? Wie definiert sich in Zukunft Familie, wie Nation und Zugehörigkeit??

In Stuttgart wurde kürzlich an der „Demo für Alle“ regelmäßig gegen „Gender-Ideologie“ und Sexualisierung im Unterricht protestiert. Die Liebe und wie sie gelebt werden soll, scheint weiterhin das diskursive Schlachtfeld der Stunde zu sein, auf dem viele gegenwärtige Konflikte um geschlechtliche, sexuelle und kulturelle Identitäten ausgetragen werden. Darf man noch anders Mann sein, anders Frau? Die wirkliche Freiheit und Gleichheit aller Geschlechter löst Ängste und Widerstände aus. Falk Richter zählt zu den wichtigsten Gegenwartsdramatikern und Regisseuren seiner Generation. Das STAATSTHEATER KARLSRUHE zeigte bereits sein Stück MY SECRET GARDEN und bringt, begleitet von zahlreichen Pop-Songs, nach MAIENSCHLAGER wieder einen Abend über selbstbestimmte Sexualität auf die Bühne.

REGIE Atif Mohammed Nour Hussein BÜHNE & KOSTÜME Petra Korink MUSIK David Rynkowski DRAMATURGIE Michael Gmaj THEATERPÄDAGOGIK Verena Lany

Mit

Veronika Bachfischer/Sithembile Menck , Luis Quintana, Sebastian Reiß, Gunnar Schmidt, Meik van Severen

PREMIERE 05.06.2016

“… hoffentlich kommt christian heute noch mit seinem helikopter vom suhrkampverlag hier rübergeflogen und befragt mein Inneres nach dem RECHTEN. Hoffentlich befragt er mein Inneres nie NACH DEN RECHTEN. ich meine den RECHTEN UND DEN RECHTEN also den ganzen rechten hier in diesem land die mich offenbar alle gewählt haben weil das offenbar völlig an denen vorbeigegangen ist WAS FÜR EINE SCHEISSPOLITIK ICH IN DEN LETZTEN JAHREN GEMACHT HABE und den RECHTEN IM LAND die wir unentwegt mit füßen treten. aber darauf, getreten zu werden stehen die leute aktuell irgendwie: andauernd will jeder getreten werden, getreten werden ist der neue hype das will jeder und zwar mit und OHNE analpropf. das PERSÖNLICHKEITSRECHT zum beispiel falls es so etwas jemals in deutschland gegeben haben sollte, ist TOTAL GEIL DARAUF unentwegt getreten zu werden und zwar mit meinen neuen lederboots von manolo DINGSBUMS oder wie diese scheiße heißt ich weiß auch gerade nicht WARUM ICH HIER SO REDE WIE ELFRIEDE JELINEK DIE GERADE ZU SHADES OF GREY ONANIERT aber irgendwie kriege ich diese unglaublich debile SM scheiße die die hälfte aller biodeutschen frauen mit hochschulabschluss in den letzten monaten auf nahezu unersättliche weise verschlungen haben NICHT MEHR AUS MEINEM DURCH DIE AUFLÖSUNG ALLER GENDERGRENZEN UND DEN VERLUST KLAR GETRENNTER GESCHLECHTSSPEZIFISCHER VERHALTENSWEISEN VIEL ZU BEFREITEN KOPF mein kopf soll nicht immer so frei entscheiden dürfen DAS MACHT DEN WAHNSINNIG der braucht KLARE ANSAGEN und dafür ist es manchmal einfach echt gut so ein paar UNTERKOMPLEXE SÜDLÄNDISCHE ODER OSTEUROPÄISCHE MÄNNLICHKEITSKONSTRUKTE UM SICH HERUM ZU HABEN DENN HETERONORMATIVITÄT GIBT EINER GEBILDETEN MODERNEN FRAU IN FÜHRUNGSPOSITION AB UND ZU AUCH EINFACH DEN HALT DEN SIE BRAUCHT UM NICHT KOMPLETT VERRÜCKT ZU WERDEN …”

aus SMALL TOWN BOY
von Falk Richter
Uraufführung: 11. Januar 2014, Maxim Gorki Theater Berlin

 

Gunnar Schmidt, Sithembile Menck

“Wieso läufst du immer an mir vorbei?

Wieso bleibst du nie stehen?

Wieso kannst du dich nie entscheiden?

Warum sagst du nie JA?

Warum rufst du nach dem ersten Date nie zurück?

Warum küsst du mich nicht zum Abschied?

Warum hast du kein Verlangen nach mir?

Warum willst du nie MEHR?

Warum willst du nie mehr als einfach so alles irgendwie so ‘n bisschen in der Schwebe zu halten?

Ich will dich,

mit dir zusammen sein,

dich sehen,

dich anfassen,

dich einfach mal ein paar Abende hintereinander hier haben, hier bei mir, ohne immer wieder auszuhandeln, ob du bleibst und wann du wiederkommst,

ohne aufzuwachen und festzustellen, dass du nachts wieder abgehauen bist wohin auch immer und dann drei Tage nichts mehr von dir zu hören oder überhaupt nicht mehr oder WAS WEISS ICH, ICH VERSTEHS NICHT EHRLICH.

Aber das macht dir Angst,

das engt dich ein,

das VERUNSICHERT DICH,

alles, alles, was nicht offen unentschieden, NICHT FESTGELEGT bleibt, VERUNSICHERT DICH.

Was ist so schlimm daran, das jetzt einfach mal zu versuchen.

‚JA‘ SAGEN, NICHT NUR VIELLEICHT.

DIE MÖGLICHKEITEN BEGRENZEN.

Nur du und ich, nur du und ich.

LIEBE,

VERTRAUEN,

VERBINDLICHKEIT,

ZUEINANDER HALTEN,

geht nicht,

geht alles nicht mehr,

will keiner mehr …”

aus SMALL TOWN BOY
von Falk Richter
Uraufführung: 11. Januar 2014, Maxim Gorki Theater Berlin

Sithembile Menck, Sebastian Reiß

Presse

Rheinpfalz, Rüdiger Krohn, 09.06.2016

Atif Mohammed Nour Hussein hat den Text ideenreich inszeniert und dabei eindringliche Bilder geschaffen. Dabei entfaltet sich das Werk als eine Abfolge von Monologen mit teils tragischen, teils auch amüsanten Zeugnissen gleichgeschlechtlicher Selbst- und Fremderfahrung wie etwa der verzweifelten Klage eines verlassenen älteren Homosexuellen (anrührend gespielt von Gunnar Schmidt) oder den Selbstzweifeln des schüchternen Jungen (Luis Quintana) auf der Suche nach seiner sexuellen Identität. Eingelassen in solche Passagen … sind pointierte Einlagen von mehr oder minder absichtsvoller Ironie, in denen etwa in Anspielung auf die TV-Soap „Verbotene Liebe“ ein kitschiges Schwulendrama karikiert wird, eine perverse Society-Ziege (grandios verkörpert von der überragenden, vielseitigen Veronika Bachfischer) ihre überhitzte Libido vor dem Hintergrund des Gemetzels aus Hitchcocks „Psycho“ befriedigt oder eine schwülstige Transen-Diseuse (Meik van Severen) ihre Wünsche mit „There’s A Place For Us“ aus der „West Side Story“ beseufzt (und zugleich desavouiert). Da sind die Grenzen zwischen Parodie und Geständnis, Kabarett und engagierter Parteinahme, Klamauk und Anliegen fließend.

BNN, Sibylle Orgeldinger, 08.06.2016

… Sie haben es nicht leicht auf der Suche nach ihrer Identität, die Figuren in „Small Town Boy“, einem Stück über Homosexuelle, die aus der spießigen Enge einer Kleinstadt in eine Metropole geflohen sind. Als erstes Haus nach dem Maxim-Gorki-Theater Berlin führt nun das Badische Staatstheater in Karlsruhe das Stück auf. Autor Falk Richter hat den Text erweitert und stärker auf die neue Homophobie fokussiert, wie sie im vergangenen Winter bei der konservativen „Demo für alle“ in Stuttgart artikuliert wurde.

„Sexuelle Vielfalt, das ist Quatsch“: Schwäbisch gefärbte O-Töne von der Demo leiten den Abend ein. Homosexualität sei eine Krankheit, widerspreche der Natur und dem Willen Gottes. Eine Erklärung für diese Einstellung liefert Autor Falk Richter später: Globalisierung, Digitalisierung und exzessive Datensammelei hätten die Menschen verunsichert, sie verlangten nach klaren Unterscheidungen wie „hetero ist gut – homo ist böse“ …

 

… der Regisseur setzt auf mehrfache Brechungen, lässt die Darsteller Veronika Bachfischer, Luis Quintana, Sebastian Reiß, Gunnar Schmidt und Meik van Severen mit kleinen Puppen auf einer Art Mini-Bühne auf der Bühne spielen sowie sich selbst und gegenseitig filmen, während sie wechselnde Rollen übernehmen …

Sebastian Reiß, Luis Quintana

 

Männer, Kriss Rudolp, 07.06.2016, 26.06.2016

Den Karlsruhern ist mit „Small Town Boy” ein Import gelungen, der mehr ist als eine Kopie der Orginalproduktion. Mit dem Vertreter eines schwulen Mannes aus der älteren Generation – dargestellt von einer Puppe, die Martin Danneker zitiert („Schwule wollen nicht schwul sein, sondern so spießig und kitschig leben wie der Durchschnittsbürger”) – gelingt Regisseur Hussein eine lohnenswerte Erweiterung, und das Badische Staatstheater meldet sich einmal mehr mit einem Kommentar zu politischen Misständen hierzulande zu Wort.

Lesen Sie die ganze Kritik hier.

 

Nachtkritik, Steffen Becker, 07.06.2016

In diesem Leben werden Beatrix von Storch, Birgit Kelle, Hedwig von Beverfoerde und Falk Richter keine Freunde mehr. Nachdem Gerichte eine Klage gegen den Autor wegen der Darstellung seiner homophoben Gegnerinnen im Stück “Fear” abgeschmettert hatten, legt er mit einem Update seines vorangegangen Werks “Small Town Boy” nach. Am Staatstheater Karlsruhe erhalten (wenig vorteilhafte) Bilder der Pin-Up-Girls ultrakonservativer Gruppierungen nun ebenfalls einen Platz – in einem Gruseldiorama mit Wladimir Putin. Regisseur Atif Hussein projiziert sie groß auf die Leinwand. Ätsch Mädels, die Runde geht an die Homolobby.

Die ganze Kritik finden Sie hier.

Gunnar Schmidt, Meik van SeverenFotos: Felix Grünschloß

Wake
From your sleep
The drying of
Your tears
Today
We escape
We escape
Pack
And get dressed
Before your father hears us
Before
All hell
Breaks loose
Breathe
Keep breathing
Don’t loose
Your nerve
Breathe
Keep breathing
I can’t do this
Alone
Sing
Us a song
A song to keep
Us warm
There’s
Such a chill
Such a chill
You can laugh
A spineless laugh
We hope your
Rules and wisdom choke you
Now
We are one
In everlasting peace
We hope that you choke
That you choke
We hope that you choke
That you choke
We hope
That you choke
That you choke

 

Orlando, 12. Juni 2016

Orlando 2016

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Berlin, 18. Juni 2016

 

Mais in Deutschland und anderen Galaxien von Olivia Wenzel

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Text  –  Olivia Wenzel

Ausstattung  –  Petra Korink

Dramaturgie  –  Katja Wenzel & Nora Haakh

 

Mais in Deutschland und anderen Galaxien – Trailer

 

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Ich bin sieben Jahre alt, klettere auf einen Baum und starre in den Himmel. So viele, schöne Lichtpunkte. Ich falle rückwärts runter und schlage mir den Kopf auf, Platzwunde. Als meine Mutter mich sieht, sagt sie: „Scheiße, bist du bescheuert.“

Susanne hätte Noah gerne nach seiner Geburt zu dessen Vater nach Angola gebracht. Noah war mehr ein Plan für ihren Ausbruch als etwas, was bindet. Sie wollte schon immer weg – damals aus der Enge des eigenen Elternhauses, der Begrenztheit der DDR, dann aus allen Beziehungen, in denen sie war und jetzt vor allem weg von Noah. Ihrem Sohn, den sie nicht geliebt kriegt, und der sie einfach so ans Leben fesselt. Kompromisse machen Löcher in die Menschen. Diese Löcher gehen nie wieder zu.

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Mais ist die Geschichte von Heranwachsenden – eine Geschichte der Sehnsucht nach Anerkennung. Während Susanne provoziert, versucht Noah, nicht weiter aufzufallen – seine bloße Existenz scheint Provokation genug für andere zu sein. Susannes Rebellion wird zu Noahs Trägheit – in der die Zeit vergeht, Gegenwart erinnert und Erinnerung vergegenwärtigt wird. Dazwischen sucht Noah sich selbst, liebt andere. Wünscht sich einen Platz im Kopf der Mutter, wird Familienvater. Er zeichnet Comics, kreiert hier seine Geschichte, die noch keiner braucht – ohne Glitzer, ein fancy Staubfänger eben. In ihr würde Noah seine Mutter am liebsten auf den Mond katapultieren. Doch erst geht’s durchs gesamtdeutsche Maisfeld, bis das Mädchen Lila den beiden vors Vehikel springt. Lila liebt halbe Stunden, kleine Dinge und vor allem – wunde Punkte.

Und was ist die Überraschung? Es gibt keine. Nur wir hier, das ist alles.

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Susanne und Noah begegnen sich im Andromedanebel – zwischen ostdeutschem Punk und fliegenden Popkörnern.

Mais spiegelt gesellschaftliche Kontexte in fiktiven Biografien, die auch immer die eigenen, ganz persönlichen sein können und erzählt von der Unmöglichkeit des anscheinend Selbstverständlichen: der Liebe zwischen Mutter und Kind.

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Eine Produktion von Kultursprünge im Ballhaus Naunynstraße gemeinnützige GmbH, gefördert von der Einzelprojektförderung des Landes Berlin und der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin im Rahmen von We are Tomorrow. Der Text ist entstanden innerhalb der postmigrantischen Literaturwerkstatt “Rauş – Neue deutsche Stücke”, in Zusammenarbeit mit dem Maxim Gorki Theater und dem Kultur- und Gesellschaftsmagazin freitext, gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds.

Uraufführung 19. Februar 2015

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Der Kleine Prinz – Theater Magdeburg

von Antoine de Saint-Exupéry.

Premiere 5. Oktober 2014, Theater Magdeburg

Mit

Lena Sophie Vix und Konstantin Marsch

Regie Atif Mohammed Nour Hussein
Bühne/Kostüme Leif-Erik Heine
Dramaturgie Janine Henkel

 

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PRINZ

Ich dachte, ich hätte eine Rose, die einzig ist. Aber sie ist nur eine unter vielen.

FUCHS

Nein. Diese hier ähneln zwar deiner Rose, aber schau sie genau an. Was macht deine Rose einzig in der Welt?

PRINZ

Ich bin mit ihr vertraut! Sie hat mich gezähmt.

 

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In New York erschien 1943 erstmals die ungewöhnliche Geschichte vom kleinen Prinzen, der seinen Heimatplaneten wegen eines Streits mit einer wunderschönen Blume verlässt und fortan fremde Welten erkundet. Auf seiner Reise zu den benachbarten Sternen begegnet der kleine Prinz seltsamen Wesen, in deren Herzen er Liebe und Freundschaft erweckt. Saint-Exupérys Erzählung ist keinesfalls nur eine reizende Kindergeschichte, sondern ein fantasievolles und philosophisches Werk für Jung und Alt, das den Menschen immer wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann.

 

 

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»Ja. Ich kenne eine Blume, die es nur ein einziges Mal gibt. Auf meinem Planeten. Und wenn nun ein kleines Schaf, ohne zu wissen, was es tut, diese Blume mit einem einzigen Biss auslöschen kann – das soll nicht wichtig sein?«

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Kleine Kritik in “Ottokar – Das Magdeburger Familienmagazin”

Das Schauspielhausfoyer wurde für die Inszenierung in schwarze Vorhänge gehüllt. In der Mitte eine gesteppte Wüstenlandschaft mit den Wrackteilen eines Flugzeugs. Hier ist der Pilot abgestürzt, … weiterlesen hier >>>

http://www.ottokar.info/magazin/aktuelles/%E2%80%9Edie-gro%C3%9Fen-leute-sind-entschieden-sehr-sonderbar%E2%80%9C/

Oscar

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Puppentheater Magdeburg
Premiere 2. Oktober 2014

REGIE Moritz Sostmann
PUPPEN Atif Hussein
BÜHNE Christian Beck
KOSTÜME Elke von Sivers
SPIEL Claudia Luise Bose, Gabriele Grauer, Freda Winter, Richard Barborka, Florian Kräuter, Lennart Morgenstern & Leonhard Schubert

twenty.fifteen – into the unknown

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Kuenda productions presentiert

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von Olufemi Terry

in Koproduktion mit der Schauburg München, dem Goethe Zentrum/Zimbabwe German Society Harare, der Alliance Française de Harare, der Faculty of Arts/University of Zimbabwe, dem Theater im Pfalzbau Ludwigshafen und AFRICTIONS – Captured by Dance Festival für zeitgenössischen Tanz aus Afrika

Choreographie Olivia Marinoni – Antonio Bukhar
Regie Atif Hussein
Idee, Ausführende Produktion und Dramaturgie Cindy Jänicke
Musik Hope Masike – Kilian Unger – Mubirigwe Ronald Kibirige – Pro Beatz
Tanz Maylene Mountford – Pascale Firholz – Yeukai Zinyoro – Antonio Bukhar – Kelvin Campbell – Rockey Lionel Tanaka
Schauspiel Tafadzwa Hananda – Tobias Schulze
Kostüme Fatsani Gladys Kulera
Spielfassung Cindy Jänicke – Atif Hussein – Tobias Schulze

Premiere 19. September 2014, Harare
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Tina
“You don’t know any Zimbabweans. You came here with all your German ideas. You’re not interested in what people here need. You don’t know anything about their hopes, their feelings, about their struggles, their love and their culture. You know what, Greta, I don’t want to become just another German expat here in Harare. Like you! Too clueless to be aware of your own racism.”
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“Judge knows about Cambridge, knows about chances, knows about all the possibilities that could be there after studying abroad. Since the night at the arts center with Tina his mind was spinning around. He can not imagine to leave his family, the fear of losing his home, his roots, his life stopped him from sending the papers in. He is struggling with the idea, that this world “abroad” could change him, could make him another person or even could make him leave his country forever.”
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KUENDA Productions “Twenty.fifteen” (first workshop June 2014)

TWENTY.FIFTEEN- into the unknown

TEXT: Olufemi Terry | CHOREOGRAFIE: Antonio Bukhar & Olivia Marinoni | REGIE: Atif Hussein | TANZ: Antonio Bukhar, Kelvin Campbell, Maylene Chenjerayi, Pascale Firholz, Rockey Lionel Tanaka, Yeukai Zinyoro | SPIEL: Tafadzwa Hananda, Tobias Schulze MUSIK: Ronald Kibirige, Hope Masike, ProBeatz, Kilian Unger VIDEO: Xaver Xylophon | PRODUKTION: KUENDA productions, Antonio Bukhar, PlotMhako, Cindy Jänicke |

IN KOPRODUKTION MIT: Schauburg München; Zimbabwe-German-Society / Goethe-Zentrum Harare; Alliance Francaise; University of Zimbabwe; Theater im Pfalzbau, Ludwigshafen | UNTERSTÜTZT VON: Jibilika Dance Trust, Landeshauptstadt München Kulturreferat.

Mit Tanz, Schauspiel und Musik erzählt das interkontinentale Künstlerkollektiv KUENDA productions eine treffend im Heute verankerte Geschichte von Jugendlichen in, aus und zwischen Zimbabwe und Deutschland. „Wer ist, was will die junge Generation?“ Ob aus Townships, Eliteschulen, Mittelschicht oder Brennpunktvierteln – virtuell reisen sie über den ganzen Erdball. Wie ist es im Konkreten? Als Ein- oder Auswanderer, Kind binationaler Eltern, Pendler zwischen Welten oder stets am selben Ort Lebender? Was trennt, was verbindet? Was passiert emotional und was mit der eigenen Identität?

Der Text von TWENTY.FIFTEEN verarbeitet vielstimmige Antworten aus Projekten in Afrika und Europa. KUENDA productions, über ein Dutzend Akteure aus verschiedenen Genres, kreiert blitzlebendige multiästhetische Ereignisse. So wie 15-Jährige sich, Elemente aus unterschiedlichsten Herkunftskontexten jonglierend, ihre eigenen Kulturen „bauen“, setzen die Künstler ihre Medien für das gemeinsame Werk ein. Urbane Moves und Styles, zeitgenössische Tanzkunst, Gesang, Live-Musik, vokales Beatboxing, Schauspiel und Stand-Up-Comedy fügen sich zu einem narrativen Resonanzkörper der Erlebnisse und Stimmungen des Wanderns zwischen den Kontinenten.